Jugend zählt 2 startet mit viel Rückenwind

Der Startschuss ist gefallen: Vertreter aus den verschiedensten Bereichen kirchlicher Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kamen am 27. Januar 2020 im Tagungszentrum Bernhäuser Forst bei Stuttgart zusammen, um das Projekt „Jugend zählt 2“ offiziell zu beginnen. Ziel der wissenschaftlichen Studie ist eine möglichst umfassende Erhebung aller Gruppen und Angebote, die es unter dem Dach der evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg und ihrer Diakonien gibt. Das ambitionierte Statistikprojekt will damit eine Aktualisierung der in die Jahre gekommenen Daten des Buchs „Jugend zählt“ bieten, für das eine ähnliche Erhebung bereits 2012/13 durchgeführt worden war.

 

Beim Fachtag zum Projektauftakt präsentierten die Verantwortlichen das Vorhaben: Cornelius Kuttler, Leiter des EJW, wies auf die Bedeutung verlässlicher Zahlen sowohl für die Entwicklung der Jugendarbeit als auch nach außen, beispielsweise gegenüber staatlichen Förderern hin. Prof. Dr. Wolfgang Ilg von der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg stellte in einem Einstiegsreferat die Konzeption der Erhebung vor, bei der 2021 alle evangelischen Kirchengemeinden und Jugendverbände in Baden-Württemberg einen Online-Erhebungsbogen ausfüllen sollen. Mirjam Rutkowski, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der EH Ludwigsburg, koordiniert die Erhebung und berichtete gemeinsam mit Alexander Strobel, dem Geschäftsführer des Projekts, von den Planungen.

Wie aufmerksam das Pionierprojekt der evangelischen Landeskirchen bundesweit verfolgt wird, verdeutlichte Dr. Jens Pothmann, Leiter der Dortmunder Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik, in seinem Referat. Er verwies auf die hohe Sichtbarkeit evangelischer Jugendarbeit durch die präzisen Daten von 2012/13. Dieser Einschätzung stimmten Vertreter des Kommunalverbands Jugend und Soziales (KVJS) sowie des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg zu. Experten wie Jens Pothmann begleiten das Projekt „Jugend zählt 2“ in einem Beirat, der im Anschluss an den Fachtag seine Arbeit aufnahm.

Das Forschungsprojekt läuft bis 2023.

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